Dafne (el laurel) en la Secession vienesa. Daphne (der Lorbeer) in der Wiener Secession. (Serie Klimt nº 15).

Zwischen 1897 und 1898 wurde das Secessionsgebäude nach den Plänen von Joseph Maria Olbrich errichtet. Das Secessionsgebäude war, so wie ich es verstehe, der Tempel des Apollon Daphnephorus (der den Lorbeer trägt). Da es der Tempel des Apollon – des Gottes der Künste – war, befanden sich in der Olbrich-Kuppel goldene Lorbeerblätter. Der Lorbeer war das Symbol, mit dem sich Apollon darstellte, nachdem er Daphne (Lorbeer) vergeblich nachgestellt hatte. Am Tag der Einweihung des Tempels erhielt der Ehrenpräsident der Secession und Gründungsmitglied Rudolf von Alt, der die Funktion des „Priesters“ des Tempels innehatte, einen goldenen Lorbeerzweig als Geschenk, wodurch der Akt der Einweihung zu einer wahren Daphnephoria zu Ehren des Gottes der Künste wurde [https://en.wikipedia.org/wiki/Daphnephoria]. Im antiken Griechenland trug der Daphnephorus-Priester einen goldenen Lorbeerkranz und ihm folgte eine Prozession von Jungfrauen, die Kränze trugen und zu Ehren Gottes sangen. Diese Prozession ist diejenige, die Koloman Moser an der Außenseite der Mauern des Apollontempels der Wiener Secession entworfen hat. Insgesamt kann das Secessionsgebäude nicht außerhalb der Welt der antiken griechischen Kultur verstanden werden. Daphne – Lorbeer – spielte in seiner Symbolik eine wichtige Rolle.

War Daphne die schützende Nymphe oder eine besondere Symbolfigur der Wiener Secession? Im selben Jahr, in dem der Tempel des Apollo Daphnephorus (Secessionsgebäude) 1898 eingeweiht wurde, veröffentlichten Gustav Klimt und Koloman Moser Allegorien von Daphne in der Zeitschrift Ver Sacrum. Ein weiteres Mitglied der Secession tat dies ebenfalls, Wilhelm List (1864-1918): Seine Lithographie wurde 1899 in einer Beilage derselben Zeitschrift veröffentlicht.

Koloman Moser. Ver Sacrum Bd I, nummer 1,1898.
Wilhelm List. Ver Sacrum, Beilage 1899.
Gustav Klimt. Buchstabe «D». Ver Sacrum Bd I, nummer 3, 1898.

Auf einer Ausstellung der Wiener Secession im Jahr 1898 stellte Rodin eine Skulptur der Metamorphosen Ovids aus. Es handelt sich vermutlich um eine Darstellung der Fabel von Apollo und Daphne.

In diesem Sinne steht die Interpretation des «Kusses“ nach der Fabel von Ovids Apoll und Daphne im Einklang mit den klassischen Traditionen, die das ikonografische Fundament der Wiener Secession und insbesondere der Kunst Gustav Klimts bilden.

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